Exkursion ZSA Sonnenberg/Luzern

Beim wunderschönen Wetter haben sich 24 Exkursionsteilnehmer am Bahnhof Baden getroffen.
Die Zugreise über Olten nach Luzern ist reibungslos gelaufen wie auch die kurze Busfahrt bis zur Berglistrasse. Gerade bei der Bushaltestelle haben wir einen Kaffee/Gipfeli Halt im modern gestalteten Restaurant des Pflegezentrums ElisabethenPark gemacht.
In nur wenigen Minuten waren wir dann um 10:15 beim Eingang der Zivilschutzanlage (ZSA) Sonnenberg, die sich neben der Autobahntunnel Sonnenberg befindet. Hier wurden wir von unserem Guide, einem jungen Student abgeholt. Wir wurden in den Zeiten des Kalten Kriegs zurückgesetzt. Der Bunker war ursprünglich für 20‘000 Personen gebaut, später nach der desaströsen Übung Ameise in 1987, für nur 2‘000 Personen redimensioniert. Über 7 Stöckwerke verteilt, befinden sich ein Spital mit 2 Operationssäle, ein sehr kleines Radiostudio, eine Unmenge Betten und ein Labyrinth von Tunnel, Gängen und Räumen.
Nach der ca. 2-stündigen Führung und einem kurzen Spaziergang runter in die Stadt, dürften wir ein Mittagessen im altehrwürdigen Nadelwehrsääli des Restaurants Taube geniessen. Dort hat unser Guide und Historiker Walter Steffen den Weg zu uns gefunden und hat uns schon beim Kaffee viele Anekdoten der Geschichte erzählt. Anschliessend hat Walter uns durch den Korporationssaal, den Totentanz vom Jahr 1610 im Regierungsgebäude und die Jesuitenkirche bis zum Stadtrelief am Mergelplatz geführt. Der Torbogen am Bahnhofplatz, fast um der Ecke, war der Treffpunkt für die Reise zurück nach Baden.
Zu Besuch im "Wasserschloss der Schweiz"
Wo Aare, Reuss und Limmat zusammenfliessen, liegt eine der faszinierendsten Naturlandschaften der Schweiz: das «Wasserschloss».
Auf unserem Rundgang erfuhren wir, wie diese einzigartige Auenlandschaft über Jahrtausende durch Eis, Wasser und die natürliche Dynamik der Flüsse entstanden ist. Hochwasser, Kies und wechselnde Wasserläufe prägen die Landschaft bis heute – und schaffen wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Doch die Auen stehen auch vor Herausforderungen: Flussverbauungen, Wasserkraft, Siedlungsdruck und die zunehmende Freizeitnutzung verändern ihren natürlichen Lebensraum. Umso wichtiger ist es, der Natur wieder genügend Raum und Dynamik zu lassen.
Besonders eindrücklich waren die Ausführungen von Micha Plüss, unserem «Guide». Mit viel Fachwissen und anschaulichen Beispielen zeigte er uns, wie eng Wasser, Wald und Landschaft miteinander verbunden sind – und weshalb der Schutz dieser einzigartigen Lebensräume so wichtig ist. Die Teilnehmenden folgten den Erklärungen von Micha Plüss sehr interessiert und aufmerksam.
Ein spannender Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken und der Erkenntnis: Man muss eine Landschaft nicht nur sehen (und riechen…) – man muss auch verstehen, was hinter ihr steckt.
Die grosse Beteiligung und das rege Interesse machten den Rundgang zu einem besonders lebendigen Erlebnis.

Letzte Biketour des Jahres entlang der Reuss
Bei der Besammlung in Brugg zeigte sich das Wetter noch von seiner frischen Seite, sodass in Baden schon bald die ersten Kleidungsstücke ausgezogen werden konnten. Anschliessend führte die Tour über Mellingen immer wieder direkt der Reuss entlang.
Unser Guide wählte dabei besonders schöne und abwechslungsreiche Wege in unmittelbarer Flussnähe. So boten sich den Teilnehmenden zahlreiche neue und interessante Ausblicke auf die Reuss und die abwechslungsreiche Landschaft des Reusstals.
Gegen Mittag erreichte die Gruppe Bremgarten, wo ein feines Mittagessen zur wohlverdienten Stärkung einlud. Am Nachmittag führte die Rückfahrt wieder in Richtung Brugg. Unterwegs kamen wir am berühmten Erdmannlistein vorbei und besuchten den sehenswerten Freiämter Sagenweg. Die zahlreichen überraschenden Skulpturen im Wald sorgten dabei für zusätzliche Entdeckungen und Gesprächsstoff.
Über Schinznach Bad ging es schliesslich weiter zum Badstübli, wo bei einem gemütlichen Abschiedstrunk nochmals auf die gelungene Tour angestossen wurde. Danach nahmen wir auch die letzte Etappe zurück nach Brugg unter die Räder.
Damit ging eine abwechslungsreiche und gesellige letzte Biketour des Jahres bei besten Bedingungen zu Ende.

Fotos vom Anlass unter >Weiterlesen.....
Verkehrsmanagement im Kanton Aargau
Am 9.9.26 wurde den interessierten VPTE-Mitgliedern ein spannender Einblick in die alltägliche Praxis des Verkehrsmanagements des Kantons Aargau gewährt und regte die Zuhörerschaft zu zahlreichen fundierten Fragen und einem aktiven Austausch an.
Dabei haben wir erfahren:
Der Aargau als „Verkehrskanton: Aufgrund seiner zentralen Lage im Schweizer Mittelland zwischen den Ballungsräumen Zürich, Basel und Bern ist der Kanton Aargau extrem hohen Verkehrs- und Transitströmen ausgesetzt.
Infrastruktur an der Belastungsgrenze: Die stetig wachsende Mobilität führt zu regelmässigen Staus und Kapazitätsengpässen auf den Hauptachsen (wie der A1) und in den regionalen Zentren (z. B. Raum Baden-Wettingen oder Lenzburg).
Negativer Ausweichverkehr: Bei Überlastung der Autobahnen oder grosser Kantonsstrassen weicht der motorisierte Individualverkehr (MIV) in die Wohngebiete und Ortskerne aus. Die Folgen sind Lärm, Sicherheitsrisiken und Verspätungen im öffentlichen Busverkehr.
Das moderne Verkehrsmanagement im Aargau zeigt: Die Ära des reinen Strassenbaus ist vorbei, d.h. die Verkehrsinfrastruktur lässt sich im dicht besiedelten Kanton nicht beliebig durch neue Strassen erweitern (Flächenknappheit).
Der Kanton Aargau baut das Strassennetz kaum mehr aus, sondern setzt voll auf die effizientere Nutzung bestehender Infrastrukturen mittels Digitalisierung (intelligente Ampeln, Datenanalyse) sowie auf die Verhaltensänderung der Bevölkerung hin zu Bus, Bahn und Velo.
Besten Dank an den Referenten Daniel Schwerzmann.
